Urula verstand und sagte zu ihm: "Geh du nur! Ich muss herausfinden, was es mit diesem Drachen auf sich hat. Ich will zu den dunklen Horizonten aufbrechen. Aber ich fürchte es ist...
"Sprich nicht seinen Namen" unterbrach Aba und im gleichen Atemzug rauschte der Wind heulend durch die Bäume:
"Wir wollen nicht, dass er seinen Namen hört, denn er hört ihn durch alle Welten hindurch und wir sollten diesen Teufel nicht in Flammenschrift an die Wände malen."
Kaum hatte Aba den Satz beendet, da war Urula schon auf ihrer dreckigen Taube in die Lüfte gestiegen. Aba Zworg sah wie sie Richtung des dunklen Horizonts flog und schaute dann hoch zu den Sternen.
"Beim großen Einhornsternenstaub, ich muss zu Putzbitz!" murmelte er noch einmal.
Putzbitz, der große Konstrukteur
Putzbitz erdachte alle möglichen Konstruktionen, indem er den Zauber der Welt für sich zu Nutze machte. Zudem wusste niemand mehr wie Putzbitzzworg aussah, denn vor 200 Jahren war er in diesen Roboter gestiegen. Dieses Ungetüm aus fein zusammengedrehten, gelenkigen, nie austrocknenden Blättern hatte allerlei Arme, genauso viele Arme wie ein Tausendfüßler Füße hat. Mit diesen Armen baute und schraubte Putzbitz den ganzen Tag an mehreren Konstruktionen gleichzeitig.
Aba trat also in seinen Maschinenjungel. Er strich ein paar Lianenkabel beiseite und rief und erzählte Putzbitz das Problem. Dieser aber entgegnete in seiner eigenen Art durch seine roboterartige Stimme:
"Ich habe keinen Krieg mehr in mir. Weder mit Göttern, noch mit Menschen. Ich baue an einer Maschine, die keinen Sinn mehr hat, außer eine Maschine in Vollendung zu sein, besser als diese Welt."
Da stolperte sein Assistent Krodozu in die Halle aus Blattwerk- und Holzmaschinen. Er stieß ein paar Gerätschaften um, die sich sofort in Flammen entzündeten. Die automatischen Wasserwerfer löschten das Feuer sofor, aber Putzbitz veränderte schlagartig sein Wesen in Wut auf seinen ewig tollpatschigen Assistenten.
"Himmel-Ar und Zwirn, beim Bleischei der Einhörner, warum habe ich dich nur als Assistenten."
Aba wusste, dass Putzbitz mehr als ein Maschinenkonstrukteur war. Er wollte sich das Antlitz eines genialen Wissenschaftlers geben, der nur für die Maschinen lebte und ihre Schönheit entdecken wollte. Dennoch war er niemals ganz Maschine geworden, er hatte dies nur um seine schreckliche Vergangenheit zu verarbeiten. Er glaubte als Roboter würde er seine Gefühle überwinden und vergessen können. Aba Zworg erinnerte ihn daher an ein Versprechen:
"Du weißt doch noch, was du mir damals auf den Anoa-Höhen versprochen hattest, als ich dir..."
Putzbitz unterbrach ihn:
"Bitte, erinnere mich nicht an eine vergangene Zeit, die nur Leid bedeutet. Wir haben damals viel verloren und wir werden es wieder. Dennoch weißt du, dass ich ein Versprechen nicht brechen kann."
Aba führte weiter aus: "Und du weißt auch, welchen Plan für damals ersannen, falls etwas ähnliches wieder geschehen würde. Wie weit bist du mit den Vorbereitungen?"
"Wir sind bereit entgegnete er" und winkte Kroduzu herüber.
Eine gute Idee, denn die Zworgs konnten nicht wieder ohne ihre Heimat gehen. Sie waren einst von den Menschen aus den meisten Gefilden vertrieben worden. Jeder Zworg hatte damals Land so groß wie ein Land. Doch dann als die Menschen kamen, da mussten sie gehen, weil bekam ein Mensch einen Zworg zu Gesicht, so konnte es passieren, dass sich der Zworg sogleich in die Winde der Natur auflöste. Denn genau benommen waren die Zworgs die Natur oder noch genauer das Prinzip der Bewegung, was Natur ist. Menschen aber waren zuweilen unberechenbar und zerstörten diese Natur mit Freiheit, obwohl Freiheit eigentlich auch Natur war. Irgendwie aber, und das verstand Aba Zworg nie so richtig, fielen die Menschen immer wieder innerlich in Streit und diesen Streit trugen sie in die Welt.
"Baue auch ein Katapult, eines der größten Katapulte, die du bisher gebaut hast." sagte er zu Putzbitz.
Putzbitz wollte nicht daran denken, dass die Zworgs wirklich Waffen bauen sollten, denn er war ein Liebhaber der Harmonie, aber zurück in der Werkstatt tat er, wie ihm geheißen. Er rief Muramix, den Dorfalchemisten. Muramix wusste, wie man das Gestein und die Säfte der Natur vermischt, doch er war sehr geheimnisvoll und er tüfftelte immer über seinen Zaubertränken. Einmal hatte er einen Fehler gemacht, seitdem war seine rechte Körperhälfte unsichtbar und die andere Hälfte grün wie eine rote Kuh. Farbenblind war er dabei übrigens auch geworden. Muramix schickte die fleißigen Kristallameisen los die Zutaten für Schwebekristalle zu sammeln und Putzbitz machte sich auf in den Wald, um das Katapult zu bauen.
Deswegen ging Aba Zwarg zu Aulius ins Tal hinter dem Dorf. Aulius hatte ein rauhes, kantiges Gesicht, denn sein Gesicht war aus Felsen gemacht. Er war der Meister der Steine und einer der letzten Erd-Krieger. Er war aus Stein, weil Steine alles beschützen. Sie waren, sind und werden die verlässlichsten Dinge der Welt sein. Zudem hatte er auch wie Steine keine Angst.
"Ein Kampf für die Welt..." sprach er mit Pathos "davon habe ich immer geträumt. Ich will zeigen, dass ich das verlässlichste Element von allen bilde: Die Erde!"
Aba Zworg runzelte die Stirn, aber er befahl, dass sich für den Start die Wächterzworg formieren sollten. Da jaulte der gepanzerte Hamster von Aulius auf und Aulius ritt los, um das Kleintierreich zu versammeln.
Als erstes sprach Auliaus zu Hekares dem Herr der Tugenden, einem Krieger des Schattens und einem Schleicher: "Wir werden heute eine große Schlacht kämpfen." Hekares rieb sich die Hände, dabei hatten die Zworgs noch nie eine Schlacht geschlagen.
Beide gingen zum Herr. Ihre Wächter-Zworgs bestiegen sogleich Hunde, Meerschweinchen, Wellensittiche, Feldmäuse, Fledermäuse, Hamster und alles Getier, was sich einigermaßen miteinander vertrug. Zudem machten sich die Bienenreiter auf den Weg und versammelten sich im Tal. Es war eine Armee der Tiere die nicht mit Zügellosigkeit drohten anderen Tiere zu verspeisen wie zum Beispiel Menschen.
Schon ritten alle in riesigen Formationen und füllten das gesamte Tal hinter dem Dorf. Aba Zworg blickte vom Turm mit dem Pusteblumenkind auf dem Arm hinab und er dachte über sein Zworgenvolk nach:
Wie alle magischen Wesen waren die Zworgs schon immer in der Welt gewesen. Sie waren die Seele der Natur und hielten seit langem ihr Gleichgewicht, jenes Gleichgewicht, das für alle Lebewesen Leben bedeutete. Nachdem das große Einhorn der Welt die Wünsche gegeben hatte, brachten die Zworgs den Seelen Bewegung, und den hoffenden Seelen den Ausgleich und Trost. Ja, sie brauchten Ausgleich und Trost damit sie vor Wünschen nicht vergingen.
Ohne die Zworgs wäre die Welt in Traurigkeit verloren und Aba Zworg wollte aus diesem Grund in keinen Krieg, denn der Krieg war das Gegenteil der guten Hoffnung.
Er hoffte, dass bei dem großen Einhorn diese Welt ihnen noch Schutz bieten würde. Und er erinnerte sich an die Worte des großen Einhorns "Fantasia": "Solange Menschen Wünsche haben, seid ihr das Prinzip des Ausgleichs und so lange gibt es keine Einsamkeit". Doch Aba Zworg hatte schon seit langem das Gefühl, dass der dunkle Horizont größer wurde und die Wünsche durch Gier ersetzt wurden. Vielleicht war diese Welt doch nicht ewig, wie es einst das große Einhorn voraussagte. Vielleicht war die Welt doch nicht ewig so wie er schon immer lebte,
Da blickte Aba Zworg wieder in den Horizon und das Menschenkind begann zu schluchzen. Wie Gier breitete sich der dunkle Himmel in der Ferne aus und wenn er so weiter wuchs, drohte er das Sternenfeuer der Wünsche zu verschlingen. Wohin also sollten sie?
Da wehten die Pusteblumensamen und sangen eine Harmonie: Komm mit uns.
Das Katapult
Es dauerte nicht zwölf Stunden und da krächzte und ächzte das Dorf. Plötzlich erschreckte ein lauter Knall die Zworgs. Aus Muramixes Hütte wuchs eine gläsernde, schäumende Kristallmasse hervor, sie quoll zu allen Seiten heraus und bahnte sich ihren Weg zum Dorfplatz. Die Kristallameisen schafften unterdessen mehr und mehr von glänzenden Zeug heran und füllten es in den Schornstein von Muramix. Muramix aber lallte betrunken von seinen Säften in seinen Bart: "Woher aber nehme ich die letzte Zutat, das Gute?"
Aba Zworg hörte dies und runzelte die Stirn bedenklich, denn das Gute konnten nur die Menschen bringen und das Menschenkind wurde unruhiger.
Aba Zworg stimmte mit Putzbitz den Einsatz des Katapults ab. Dieses nahm Stellung vor dem Dorf und dieses Katapult war so groß, wie das ganze Dorf selbst. Dann rückten die Helferzworgs mit ihren Nussschalenbaggern heran und hoben in der Mitte des Dorfes ein Loch aus. Sie versenkten einen riesigen Kessel in der Mitte vom Dorfplatz, den Muramix sofort mit der schäumenen Kristallmenge füllte.
Mit einem Male donnerte es hinter ihnen und Aba Zworg wendete seinen Blick von Anell, dem Menschenkind, weit in die Ferne. Er erschrak bis in seinen Butterblumenbart hinein. Der dunkle Himmel rückte nun wie als riesige, dunkle Wand vom Horizont her näher. So weit des Auge reichte hatte sich der Horizont verfinstert und das Sternenfeuer dort überlagert.
"Wir müssen los", rief Aba Zworg zu den Zworgs hinunter in die Nacht. Nun wusste er, warum es immer weniger Tag werden wollte. Heute hätte es schon glänzender Vormittag in den Bäumen scheinen sollen und die Zworgs hätten den Tau von den Wäldern und Wiesen abholen müssen. Nun aber sah er, was der dunkle Horizont war, dort stieg eine Geisterarmee aus der Tiefe der Dunkelheit hervor. Es waren schwarze Geister mit so hässlichen Gesichtern, dass man sie nicht länger als eine Sekunde anschauen konnte. Diese Geister er wusste, wenn man ihnen in den Bauch schoss, so starben sie nicht.
Mit unerschrockener Stimme rief Hekares, der mutigste Wächter im Staat "Es sind Traumfänger".
Jeder außer Herakes hatte Angst, wenn er einen Traumfänger sah und von dieser Angst ernährten sich die Traumfänger. Die Träume aßen sie zum Dessert, aber die Angst war das Schlimmere, denn sie ließ einen nicht schlafen und hielten einen ständig in Gedanken. Je näher ein Traumfänger kam, desto größer wurde die Angst und desto stärker der Traumfänger.
"Aulius ruf endlich die Maulwürfe." schrie Aba Zworg.
Aulius nickte, führte seine Hände zusammen und hielt sie ausgestreckt über den Boden. Da bebte die Erde und es schossen tausende von Maulwürfen in einem Kreis um das Dorf hervor und versanken wie Fische im Wasser wieder im Boden. Die Erde bebte, denn die Maulwürfe begannen einen Graben um das Dorf zu schaufeln.
Unterdessen hatte Putzbitz den riesigen Kessel in der Mitte vom Dorf versenkt, der Kessel war mit riesigen Röhren im gesamten Dorf unterirdisch verspannt. Muramix und seine kleinen Helferameisen füllten den Kessel, mit dem nun leicht schwebenden Kristallschaum.
Muramix beschwörte den Schaum "Nun musste nur noch das Gute hinzu kommen" rief Muramix. Er warf Thymian hinein, denn der war für gewöhnlich "gut", wenn man sich krank fühlte. Aber es half nichts. Dann warf er ein scharfes Messer hinein, denn es war "gut", wenn man damit etwas schneiden wollte. Auch das half nichts. Schließlich warf er etwas von dem Geld hinein, dass er einst von den Menschen gesammelt hatte, denn das schien für die Menschen für alles gut zu sein. Aber auch das half nichts.
Woher sollte er nur das Gute nehmen? Nimm das Tränenwasser vom Menschenkind rief Aba Zworg hinab. Muramix nahm also das Tränenwasser vom Menschenkind, das ihren Dorfsee füllte. Es hatte unendlich lange geweint. Tränen aber, fiel ihm ein, standen für das Gute, sie standen für das Mitgefühl und für die Fähigkeit, der Welt Empfindung zu geben, die Welt eins zu machen.
Das Wasser versteinerte den Schaum im Kessel schlagartig und ein Kristall hob mit immer stärker werdender Gewalt das Dorf an. Dann mit einem knarrenden Ruck, als ob sich ein Baum plötzlich gierig zu Boden nach Wasser bückte, hob sich das Dorf vor dem Tal. Auliuses Heer der Tiere bockte auf, als vor ihnen das Dorf aus dem Boden riss und die Erde beben ließ, als ob ein Komet in das Tal geschlagen war. Die Maulwürfe hatten das Dorf freigeschaufelt und es ächzte mit dem tosenden Geräusch einer Gerölllawine in die Lüfte. Gut einen Menschen über dem Boden blieb es in der Luft hängen.
Aba Zworg stand auf seinem Turm und er hielt das Menschenbaby auf dem Arm, dass mit aufgerissenen Augen nun auch in die Ferne sah. Die Geister schossen mit immer schnellerer Geschwindigkeit wie Raketen heran.
"Sie wollen unsere Träume rief er, wir müssen zum Traumschmied in den Niederungen von Dandelion, wo immer das auch ist. Wir müssen fragen, warum es neuerdings so viele Traumfänger sein können. Wir werden den Pusteblumensamen folgen, denn wenn ein Kind von Pusteblumensamen gebracht wird, dann sollen wir wohl auch mit ihnen ziehen."
Aulius nickte, doch erst musste doch die Geisterarmee besiegt werden und wies sein Herr an, sich bereit zu machen. Wie Hekares freute er sich auf den Kampf, aber er wusste, dass sie gegen die Traumfänger keine Chance hatten. Dennoch er rief nochmals alle Tiere vom Wald zu Hilfe.
Die Geister brausten heran, sie waren fast beim Dorf und ihr Heulen fegte durch die Bäume. "Wir schaffen es nicht" riefen die Zworgs und gerieten in Panik. Sie rannten wild wie ein Sack Hummeln durcheinander. Wenn die Traumfänger ihnen ihre Träume nahmen, dann würden sie auf der Stelle vergehen, wie ein Blatt, das von den Bäumen fällt. Die Angst breitete sich aus und das machte die Traumfänger nur noch wütender und schneller.
Plözlich jedoch orderte Aba Zworg an, dass Dorf in Richtung Geister zu ziehen und vergewisserte sich bei Putzbitz, ob das Katapult fertig sei, dieser nickte. Hekares fragte: "Wo ist das Katapult?". Aba Zworg aber entgegnete:
"Wir haben keine Zeit mehr. Beordert alle Tiere in Richtung der Traumfängergeister zu ziehen. Und zieht das Dorf mit den Seilen ihnen entgegen. Hekares, du musst voran gehen, denn als Herr der Tugend kennst du keine Angst. Du musst aber allen Tieren, die Augen verbinden, so können ihnen die Geister nichts anhaben. Auf Befehl schlagt ihr die Seile durch, aber ihr dürft auf keinen Fall eure Seile durchschlagen. Hekares und Aurius verstanden nicht, aber taten, was ihnen geheißen ward und verbanden den Tieren die Augen.
"Wir haben keine Zeit mehr. Beordert alle Tiere in Richtung der Traumfängergeister zu ziehen. Und zieht das Dorf mit den Seilen ihnen entgegen. Hekares, du musst voran gehen, denn als Herr der Tugend kennst du keine Angst. Du musst aber allen Tieren, die Augen verbinden, so können ihnen die Geister nichts anhaben. Auf Befehl schlagt ihr die Seile durch, aber ihr dürft auf keinen Fall eure Seile durchschlagen. Hekares und Aurius verstanden nicht, aber taten, was ihnen geheißen ward und verbanden den Tieren die Augen.
Muramix begann unterdessen mit Hilfe von Putzbitz Kanonen am Dorfrand aufzustellen. "Noch mehr Waffen" dachte Putzbitz angespannt und war überhaupt nicht amüsiert.
Hekares ritt auf Zerebrus, dem schnellsten Hamster des Universums und Aulius blies in sein Horn zum Angriff. Die Armee der Tiere schoss mit verbundenen Augen auf die Geister los und die Geister wie Raketen auf die Zworgenarmee. Wellensittiche flatterten hektisch und tausende von Hamster drängten in das Tal. Mäuse, Hunde zogen das Dorf wie von Sinnen und machten dabei einen Lärm wie beim Urknall.
"Wir sind zu langsam" rief Aba Zworg zu Hekares. Hekares wunderte sich: Der kann es ja nicht abwarten in die Schlacht zu ziehen. Da rief Aulius die Adler, die schneller als der Wind flogen. Viele, weitere Wächter-Zworgs blieben hinter den Tieren an der Grenze des Dorfes. Hekares und Aulius wussten, das Dorf sollte in die Geister einschlagen wie eine Bombe und dann würden sie schon gewinnen.
"Macht die Kanonen bereit. Aurius und Hekares mach dich und deine Wächter bereit die Seile mit euren Schwertern durchzuschlagen und die Tiere loszulassen. Aber nicht eure eigenen."
Aurius nickte, doch Hekares entfesselt vor Mut hörte nicht mehr. Er würde als erster sterben, so dachte er. Muramix zündete die brennende Lunte der Kanonen. Das ganze Dorf und die Armee von Tieren stürzte wie eine lebendige Lawine in das Tal.
Es war ein fürchterliches Bild. Der gesamte Berg war mit Geistern auf der einen Seite bedeckt. Sie waren bald im Tal. Auf der anderen Seite wälzten die Tiere heran, allen voran Hekares und Aulius, beide schneller als Kanonenkugeln fliegen konnten.
Da rief Aba Zworg: "Schlagt die Seile durch." Hekares signalisierte den Wächtern alle Seile zu den Tieren kappen, bis auf Auriuses Seil. Sein eigenes aber durchschlug er. Aurius sah sofort, dass er sein Seil nicht gekappt hatte und rief laut "Hekares", er ritt in seine Richtung, um ihn noch zu erfassen, denn mittlweile wusste er, was passierte.
Die Geister aber verschmolzen und wurden ein Geist. Dieser öffnete seinen Maul, so groß, dass sie mit einem Schlag die gesamten Armee und den Berg verschlingen würden. Hekares wusste, dass es aussichtlos war, aber er hatte keine Angst und war schon fast im Rachen des Geistes. Ohne Angst hielt er sein Schwert in Richtung Rachen.
Das Maul des Traumfängers wurde nun so groß, dass bereits das gesamte Dorf in ihm war und er begann langsam das Maul zu schließen. Aurius war nun nahe daran Herakes zu fassen. Da zündeten endlich die Kanonen. Herakes wusste nicht, was geschah, die Hand von Aurius griff ins Leere, denn mit einem schlagartigen, peitschenartigen, blitzartigen Ruck wurde Aurius aus dem Maul der Geister gerissen und das Dorf schoß auf einen Satz schneller als der Schall in die andere Richtung. Jetzt spürten die Zworgs, was Aba Zworgs Plan war. Das Dorf war in das riesige Katapult von Putzbitz eingespannt und mit einem Ruck katapultiere es das Dorf in Richtung Baumkronen des Berges zurück, die Kanonen befeuerten die Geschwindigkeit...
Das Dorf von der Größe einer Waldlichtung schoss in Richtung Horizont schneller als der Schall, schneller als das Licht in den Horizont davon. Sie waren den Traumfängern entkommen, und Hekares blieb zurück.
Erstes Ende
Aba Zworg wusste: Das Dorf konnte natürlich nicht sehr hoch fliegen. Nicht nur, dass sie von Menschen hätten gesehen werden können und sich das ganze Dorf in Natur aufgelöst hätte, ein ganzes Dorf von der Größe eines Feldwaldes konnte nicht für Monate über in die Höhen steigen.
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